4 | Die Villa am See

Shownotes

Autorin & Regisseurin: Marie Tiemann Host: Johannes Nichelmann Kamera: Tobias Winkel Sound: Julius Hofstädter Schnitt: Marvin Leibold Grafik: Julian Krischker Fachberatung: Evelyn Wöldicke, Viktoria Bernadette Krieger (Liebermann-Villa am Wannsee) Produktion: Carsten Bartelt, Jenny Häschel, Beate Selchow Produzenten: Johanna Behre, Johannes Nichelmann Leitung: Carolin Stranz, Achim Klapp (Museum Barberini) Eine Produktion von nb Studios, im Auftrag des Museums Barberini Potsdam

Mehr Podcasts unter: museum-barberini.de/podcasts

Quellen und Zitate: Literatur

  • Faass, Martin, Max Liebermann, Köln 2017.
  • Küster, Bernd, Auf den Spuren von Max Liebermann, Hamburg 2025.
  • Ostwald, Hans, Das Liebermann Buch, Berlin 1930.
  • Püschel, Walter, Immer Diskret! Anekdoten über Max Liebermann, Berlin 1987.
  • Scheer Regina, „Wir sind die Liebermanns“: die Geschichte einer Familie, Berlin 2007.
  • Schmalhausen, Bernd, „Ich bin doch nur ein Maler“: Max und Martha Liebermann im "Dritten Reich", Hildesheim 1998.

Verwendete Fotos:

  • Ortrud Westheider © Valerie Schmidt
  • Evelyn Wöldicke © Privat
  • Abbildung Blick auf die Frontseite Liebermann-Villa, um 1925 © Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin e.V.
  • Abbildung Max und Martha Liebermann beim Spaziergang © Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin e.V., Foto: Katherine Whild

Verwendetes Filmmaterial:

  • Bundesarchiv, Fackelzug von SA und Stahlhelm vor dem Brandenburger Tor in Berlin, 1933, Film: 42430

Quellen im Internet:

Abbildungen:

  • Max Liebermann: Zwei Reiter am Strand nach links, 1910, Museum Kunst der Westküste, Alkersum / Föhr
  • Max Liebermann: Blumenstauden am Gärtnerhäuschen nach Norden, 1928, Privatsammlung
  • Fritz von Uhde: Der Leierkastenmann kommt, 1883, Hamburger Kunsthalle

Transkript anzeigen

00:00:00: Es ist Winter und aus einem Mehrfamilienhaus im Münchner Stadtteil Schwabing, der sehr schick ist, tragen mehrere Männer über Stunden viele große Holzkisten.

00:00:10: Und verladen diese Holzkiste in Fahrzeuge!

00:00:13: Die Nachbarin und Nachbarn glauben das einfach jemand umzieht... ...und sie ärgern sich darüber dass die Haustür so lange offen steht weil es halt wirklich bitter kalt ist.

00:00:23: Erst später werden Sie aus der Zeitung erfahren was wirklich passiert ist.

00:00:27: Denn in diesen Kisten Befand sich kein normaler Hausrat.

00:00:30: In diesen Kisten war der vermutlich spektakulärste Kunstfund verpackt, den es seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gegeben hat.

00:00:39: Herzlich willkommen!

00:00:39: Mein Name ist Johannes Nichelmann und ich bin Kulturjournalist.

00:00:42: Und das hier ist Der Fall Liebermann – ein Videopodcast vom Museum Barberini in Potsdam.

00:00:48: Alle Folgen hört und seht ihr überall, wo's Podcast gibt und gebt uns gerne fünf Sterne wenn ihr diese Story hier mögt.

00:00:55: Vielen Dank Max Lieberman Gehört zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, zu den mächtigsten Männern der deutschen Kunst.

00:01:02: Wenige Jahre später, Mitte der neunzehnhundert dreißiger Jahre zwingen ihn die Nazis aus der Öffentlichkeit zu verschwinden.

00:01:08: Sie wollen sein Lebenswerk zerstören doch das alles ist kein Zufall und auch nicht von heute auf morgen passiert.

00:01:15: Jetzt öffnen wir die vierte und letzte Akte vom Fall Liebermann Die Villa am See Zu beginnen bevor wir anfangen.

00:01:22: aber ein kurzer Hinweis in dieser Folge geht es auch um das Thema Suizid.

00:01:30: Er träumt schon länger von einem Haus im Grünen.

00:01:38: Er will sich diesen Wunsch aber selbst finanzieren können, er sagt, hätte ich das Geld von meinem Vater geerbt würde es mir längst nicht so viel Vergnügen machen Denn sein Haus im Grün hat der Künstler sich gewissermaßen ermalt.

00:01:50: Es ist der Beweis seines künstlerischen Erfolges an den seine Eltern eigentlich nie so richtig geglaubt haben.

00:01:57: Bei der Planung seines Sommerhauses ist es lieber man wichtig, dass Haus und Garten als harmonische Einheit gestaltet sind.

00:02:04: Er plant den Garten gemeinsam mit einem Freund und seiner vierundzwanzigjährigen Tochter Kälte.

00:02:09: Und so könnt ihr's euch da vorstellen!

00:02:11: Vor dem Gebäude lässt er nach bäuerlichem Vorbild einen Stauden- und Nutzgarten anlegen – ein Blütenmeer von Stockrosen, Dahlien, Kosmen … und dahinter wachsen in geordneten Reihen Kartoffeln, Bohnen und Rotkohl.

00:02:25: Zur See-Seite soll der Garten weitläufig und natürlich repräsentativ wirken.

00:02:30: Dann gibt es noch eine Terrasse mit noch mehr Blumenbeten, kunstvoll gestalteten Heckengärten und natürlich noch eine weitere Hasenfläche.

00:02:38: Das alles eröffnet dann den Blick auf den großen Warnsee.

00:02:41: Es ist – man kann sich anders sagen ein echtes Traumhaus.

00:02:51: Was Liebermann hier besonders wichtig war, hat mir Evelyn Wördicke erzählt.

00:02:55: Sie ist die Direktorin der Liebermann-Willer, die heute ein Museum ist und ihr könnt diesen Ort also auch heute

00:03:00: besuchen.".

00:03:02: Er hat hier das Ideal des Privaten.

00:03:05: Das heißt es war kein Haus für Publikumsverkehr, der Ort für große Gesellschaften – das war der Pariser Platz!

00:03:12: Das hier war privat, hier war seine Familie... Es war eine große Ehre hierher eingeladen zu werden.

00:03:17: D.h.,

00:03:18: hier stand alles unter Rückzug und unter Schönheit auch.

00:03:22: Und Max Ostborn, Kunstkritiker und Freund des Malers der beschreibt das zu dieser Zeit so Die Besuche in Wannsee hatten sozusagen ein erweitertes Programm.

00:03:32: Nachdem man im Atelier des wunderschönen Sommerhauses über Kunst- und Zeit-, Menschen- und Begebenheiten vor allem die aufbegehrende Malergeneration der jungen Expressionisten sich unter Halten ausgesprochen bis aufs Messer gestritten hatte ergriff Liebermann seinen breiten Panamahut um einen Stieg hinunter.

00:03:50: Das hatte seine Logik.

00:03:51: Denn dieser Garten, den sein Besitzer mit der größten Liebe und Sorgfalt pflegte war gleichsam eine Fortsetzung des Ateliers.

00:03:58: Hier saß der Alterne der Greise in der warmen Jahreszeit Tag um Tag... ...und malte die schwellgerischen Blumenbeetstücke wie Clotmonnaie seine wasserosen Bilder.

00:04:09: Als ausbricht der Erste Weltkrieg aus, kann lieber man keine Reisen in sein geliebtes Holland mehr unternehmen.

00:04:16: Stattdessen inspiriert ihn jetzt der Garten seiner Villa!

00:04:19: Er ist wirklich das Lieblingsmotiv seines Spätwerkes.

00:04:23: In den Sommermonaten trifft niemand mehr lieber Mann in seiner Wohnung am Brandenburger Tor, spazierend unter den Linden oder im Café an der Friedrichsstraße.

00:04:33: Er isst fast die ganze Zeit in seinem Haus am Wannsee.

00:04:36: Sein Alltag wird von drei Frauen bestimmt.

00:04:39: er nennt sie meine Damen seine Frau Martha, seine Tochter Käthe und seine Enkelin Maria Evelyn Wöldicke.

00:04:46: Wenn man sich die Damen der Familie lieber mal vor Augen ruft, dann kann man nachvollziehen anhand von Briefen.

00:04:54: Anhand der vielen Kunstwerke.

00:04:57: An hand von Fotografien, dass sie für ihn enorm wichtig gewesen sein müssen.

00:05:03: Er schreibt sehr liebevoll von seiner Frau und von seiner Tochter, von seiner Enkelin.

00:05:08: Das heißt das dieses private Umfeld hatte für ihn einen enormen Stellenwert.

00:05:14: also Martha war eine klassische Ehefrau.

00:05:17: Die war keine progressive Ehe-Frau, sie stand an seiner Seite und das hat er sehr geschätzt.

00:05:23: und seine Tochter und seine Enkelin die hat er teilweise glaube ich einfach nur verwöhnt

00:05:29: Wenn es um seine Tochte und seine enkelin geht.

00:05:31: da ist lieber mann der bedingungslos schwer verliebte Vater und Großvater.

00:05:36: Da ist ihm plötzlich auch die preußische Etikette völlig egal.

00:05:40: Den Schriftsteller Julius Elias zum Beispiel empfängt er, als sie sich das erste Mal begegnen auf dem Boden vor seiner Tochter knient, während sie ihm gerade Briefmarken auf die Glatze klebt.

00:05:51: Einem seiner Modelle soll er gestanden haben – zu Hause bin ich meistens brummig!

00:05:56: Nur dass Kind wenn es da ist….

00:05:58: Da bin ich immer freundlich so ein Kind.

00:06:01: Da ist man noch selber Schuld dran.

00:06:03: Das ist doch eigentlich eine Gemeinheit so ein armes Ding in die Welt zu setzen.

00:06:07: Es kann auch nichts dafür.

00:06:08: Nun muss man doch wenigstens das Leben angenehm machen.

00:06:11: Das ist auch nur Pflicht und Schuldigkeit, und man kann doch nie wissen wie es ihm später geht.

00:06:16: Da soll es jetzt Freude haben – dem Kind kann ich keinen Wunsch abschlagen!

00:06:21: Käte, das Kind liebt zum Beispiel rote Grütze und deswegen gibt's bei den Liebermanns zweimal die Woche rote Grüße.

00:06:29: Diese Beziehung zwischen Vater- und Tochter bleibt ein Leben lang extrem eng.

00:06:33: Käte ist bis zuletzt eigentlich die einzige, die seine Bilder kritisieren darf.

00:06:38: Anders ist es dabei Martha Liebermann, der Ehefrau.

00:06:41: Julius Elias schreibt, für Frau Lieberman war das kritische Abend schon eine schwierige Sache von Resoluter Empfindung quasi gewohnt sich ohne Diplomatie offen über das auszusprechen was ihr diesem oder jedem neuen Werk ihres Mannes nicht gefiel und stieß da nichts selten auf Empfindlichkeiten.

00:07:02: Marta und Marx-Liebermann sind seit, aus dem sie von den letzten Jahren verheiratet haben.

00:07:06: Wie Liebermann stammt Marta Markwald aus einer jüdischen Familie?

00:07:10: Bei der Hochzeit ist er siebenunddreißig Jahre alt.

00:07:13: Sie ist sechsundzwanzig.

00:07:15: Ein sehr interessantes Paar.

00:07:17: sieht das Lieberman selbst.

00:07:18: Er sagt eher ein gut distinkuierter Jude mit pikante Mephisto-Kopf im Stadion fortgeschrittener Jugend – und sie eine vornehme Jüdin schön jung liebreizend und

00:07:29: elegant.".

00:07:30: Log Liebermanns Großkursant Walter Rathenau, dem späteren Außenminister der Weimarer Republik ist sie eine der schönsten und liebenswertesten Frauen des Jugendlich gewordenen Berlins.

00:07:42: Und sie gehört eigentlich auch schon zur Familie.

00:07:45: Liebermann ist nämlich mit Martha verschwägert – ihre Schwester ist mit seinem älteren Bruder Georg verheiratet!

00:07:52: Über fünfzig Jahre ist Martha die Frau an Liebermans Seite ….

00:07:57: und sie hat's dabei nicht immer leicht….

00:07:59: Liebermann hat wohl eine genaue Vorstellung, wie die perfekte Ehefrau zu sein hat.

00:08:04: Sagt Evelyn Wöldecker.

00:08:06: Lieberman hat eine Frau erwartet, die ihm natürlich standesgemäß das Haus führt.

00:08:14: Das heißt den großen Hausvorstand Partys geben sich in Gesellschaft entsprechend benehmen und äußern.

00:08:21: Das hat sie alles perfekt erfüllt.

00:08:23: Sie war gebildet ... Intelligenz, sie war charmant.

00:08:27: Sie war wohl auch eine sehr unterhaltsame Gesprächspartnerin

00:08:31: Und sie war ziemlich schlagfertig.

00:08:33: folgende Anekdote Die Liebermanns haben Gäste und Martha schenkt den Tee selber ein.

00:08:39: Max weiß sie vor den Gästen zurecht und sagt das sei doch Sache des Dienstmädchens.

00:08:43: und darauf sagt Martha weißt du max?

00:08:47: Es ist zwar eine Ehre Aber kein Vergnügen mit dir verheiratet zu sein.

00:08:52: der saß wahrscheinlich Ausgerechnet in der Idylle des Willenviertels zeichnet sich die große historische Katastrophe ab.

00:09:00: Keine Vierhundert Meter von der Liebermann-Wille entfernt entsteht, entsteht, neunzehnhundertvierzien eine große neue Villa.

00:09:07: Nach dem Ersten Weltkrieg geht sie in die Hände eines Industriellen über, der in extremen rechten Kreisen verkehrt und der nicht zu weniger als die Abschaffung der Demokratie fordert.

00:09:19: Wird es eine Villa an die SS verkaufen?

00:09:21: Eine der zentralen Terrororganisationen der Nationalsozialisten.

00:09:25: Zwei Jahre später treffen sich dort wichtige Leute aus der NS-Regierung und der SS gemeinsam eines der schlimmsten Verbrechen, der Geschichte zu planen.

00:09:35: Es geht um die sogenannte Entlösung der Judenfrage also den Mord an etwa sechs Millionen Menschen In den Jahrzehnerjahren.

00:09:43: aber ahnen die Liebermanns noch nichts von dieser schrecklichen Wende in der deutschen und europäischen Geschichte.

00:09:49: Ihre eigene Wille am Wansee ist für die Liebermanns vor allem eines, eine Quelle endloser Inspirationen.

00:09:56: Liebermans Biograph Hans Ostwald schreibt dazu hier nun wo andere ihre Sommerruhe gesucht und gefunden hätten fand Lieberman nur eine Ruhe in ewig sich gleichbleibender Schaffungslust.

00:10:08: Jeder Winkel des Gartens bald die Birken als Hintergrund, bald die Blumenbete in ihrer übbigen Farben bracht.

00:10:14: Bald die mit zwei Baumreihen bepflanzte Straße hinter dem Haus entlang immer wieder malerische Motive.

00:10:21: In den Garten der Liebermanns entstehen mehr als zweihundert Gemälde und viele Pastellen und noch mehr Grafiken.

00:10:27: Lieber Mann hat hier nochmal vollkommen... Neu angefangen, sich vollkommen neu erfunden, sagt die Kunsthistorikerin Otto Westheider.

00:10:35: Sie ist die Direktorin des Museums Barberini.

00:10:38: Er fängt an mit einer sehr lichtvollen Palette zu malen.

00:10:43: Er malt mit sehr breitem und sehr lockerem Pinselstrich.

00:10:47: Die Bilder sind schnell gemalt Er erzählt auch nichts mehr.

00:10:52: Also das sind Bilder, die wirklich die Farben in den Fokus stellen und er befreit sich eigentlich von dieser ganzen figurativen Kompositionen.

00:11:04: Es sind Farbfelder, es sind Vorstufen zur

00:11:09: Abstraktion.".

00:11:20: Als mein Nachbar in Wannsee heulend in den Garten kam, morgens um elf war es.

00:11:25: Ich stand gerade da drüben im Garten wo meine Staffelei steht – der Walter ist ermordet, schrie er, schrecklich-schrecklich!

00:11:32: Gemeint ist Liebermanns Großkousin Walter Rathinau.

00:11:36: In den Morgenstunden des vierundzwanzigsten Junis ist der Außenminister des Deutschen Reiches auf dem Weg von seinem Haus ins Auswärtige And ermordete worden.

00:11:45: Er sitzt in einem offenen Wagen als Unbekannte aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug auf ihn schießen.

00:11:52: Mehrere Kugeln treffen ihn aus nächster Nähe und im Auto detoniert eine Handgranate, Ratenao stirbt noch am Tatort.

00:11:59: Die Berliner Polizei kann die Täter schnell finden.

00:12:03: Rechtsextreme, die zu einer Verbindung von ehemaligen kaiserlichen Offizien gehören.

00:12:08: Mit Bluttaten in ganz Deutschland versuchen sie die Weimarer Republik zu zerschlagen.

00:12:13: Inwieweit auch Antisemitismus ein Tatmotiv der Täter war, das kann nicht final geklärt werden.

00:12:19: Klar wird aber dass der Hass auf einen vermeintlichen inneren Feind ob Demokrat und oder Jude mit der Ermordung Ratinaus eine erschreckend reale Dimension annimmt.

00:12:31: Auch Max Liebermann hat er immer wieder mit Anfeindungen und Drohungen zu kämpfen.

00:12:36: Er muss von der Ermordung Walter Rathinaus vermutlich sehr schwer erschüttert gewesen sein, genauso wie die vielen Menschen in der jüdischen Gemeinde.

00:12:45: Lieber man trifft über Jahrzehnte immer wieder auf das gleiche Muster von Ausgrenzung und Hass.

00:12:51: Erst Deutscher sieht sich sogar als Patriot hält Religion für eine Privatsache.

00:12:57: seine Tochter ist mit einem Christen verheiratet nennt ihre Tochter auch ganz christlich Maria sieht Liebermann sich von seinen Gegnern immer wieder auf seine religiöse Zügehörigkeit reduziert.

00:13:09: Mit sämtlichen Stereotypen.

00:13:10: er sagt, ich habe es mein Leben lang so gehalten dass ich immer zuerst gefragt hab was ist das für ein Mensch?

00:13:16: Niemals danach ob einer Jude Christ oder Heide war.

00:13:20: Ich bin als Jude geboren und werde als Jude sterben.

00:13:24: Wie selbstverständlich und liberal Lieber Mann mit Religion umgeht zeigt auch Dass die Liebermanns wie viele deutsch- jüdische Familien Weihnachten feiern.

00:13:34: Oder wie Liebermann sagt, ich feiere alle feste christliche jüdische mohamedanische.

00:13:41: Weihnachtenfeiert die Familie jedenfalls ganz weltlich mit festlichen Speisen einem Weihnachtsbaum und natürlich Geschenken.

00:13:48: Gleichzeitig unterstützt Lieberman immer wieder die jüdischen Gemeinschaften- und jüdischer Kulturinstitutionen.

00:13:53: Zum Beispiel in den letzten Jahren beteiligt er sich an der Organisation eine Ausstellung, mit deren Erlösung die Opfer der antisemitischen Programme in Russland unterstützt werden sollen.

00:14:03: Auch wenn ich mich mein ganzes Leben als Deutscher gefühlt habe, es war meine Zugehörigkeit zum Judentum nicht minder stark", schreibt Liebermann in einem Brief.

00:14:13: Gleichzeitig Jude und Deutscher zu sein – zu dieser Zeit kommt auch Lieber Mann nicht mehr um die bittere Erkenntnis herum dass ein immer breiter werdener Teil der Bevölkerung den Jüdinnen und Juden genau dieses Recht abspricht.

00:14:31: und beginnen jüdische Menschen systematisch aus der Gesellschaft auszuschließen.

00:14:37: Zu diesem Zeitpunkt leben etwa eine halbe Million Jüdinnen und Juden in Deutschland, was gerade einmal Nullkommasieben.

00:14:43: sieben Prozent der Bevölkerung entspricht.

00:14:46: also nicht immer ein Prozent der Menschen in Deutschland sind jüdisch.

00:14:50: mit der Hetze gegen diese Menschen haben es die Nazis vor ihrer Machtübernahme erfolgreich geschafft ihre Propagandamachinerie zu füttern.

00:14:58: In der jüdischen Gemeinschaft kommt es zu heftigen Diskussionen, ob man bleiben oder das Land verlassen sollte.

00:15:04: Die Mehrheit der Juden klammert zu diesem Zeitpunkt noch ihre Hoffnung an den Gedanken in einem Rechtsstaat zu leben.

00:15:25: nicht den Frage, sie fühlen sich zu alt und zu sehr in Berlin verwurzelt.

00:15:29: Am achtundzwanzigsten Juni-dreißig schreibt Liebermann Ich bin aus dem Traume, den ich mein langes Leben geträumt habe erwacht.

00:15:38: Leider kann man einen so alten Baum – ich werde im nächsten Monat sechsundachzig Jahre alt – nicht mehr verpflanzen.

00:15:45: Neunzehn dreiund dreißig fängt es an.

00:15:48: Liebermannswerke werden in den Museen abgehängt.

00:15:51: Sie werden als Unerwünschter klärt, als sogenannte entartete Kunst eingestuft.

00:15:55: Nach Jahrzehnten an der Spitze der deutschen Kunst bleibt Liebermann von seinem Ruhm nichts mehr.

00:16:03: Jüdinnen und Juden wird nach und nach ihr Besitzer entzogen, darunter auch bedeutende Kunstsammlungen.

00:16:09: Lieberman besitzt eine bedeutene Kunstsamlung.

00:16:11: Er schickt die Hauptwerke seiner Sammlung deswegen in die Schweiz.

00:16:15: Liebermann-Expertin Evelyn Wüldecker

00:16:19: haben ganz unterschiedliche Schicksale erfahren.

00:16:22: Während die aus den öffentlichen Sammlungen abgehängt wurden, blieben sie im Privatbesitz natürlich erhalten.

00:16:28: Manche davon wurden von den Besitzerinnen vor ihrer Flucht zufern das eben auch Menschen jüdischen Glaubens waren verfolgungsbedingt verkauft.

00:16:39: Es sind aber auch Bilder einfach mitgenommen worden ist.

00:16:43: tauchen also bis heute immer wieder lieber Mann die Mehl da auf.

00:16:47: Im November hier wird Liebermann schwer krank.

00:16:51: Sein vermutlich letzter Gast ist die Schriftstellerin Anita Daniel, die sich an das Treffen so erinnert.

00:16:57: Lieber Mann öffnet die Tür klein, mager, gebeugt doch mit unverändert scharfen Blick und regem Ausdruck.

00:17:05: Er sprach mühsam aber ohne Unterbrechung.

00:17:09: Ich mag nicht mehr leben ich habe es so satt.

00:17:13: Lieber Man ist gebrochen und klagt über all die Dinge, die ihm in den vergangenen Jahren wieder fahren sind.

00:17:19: Der tiefe Fall vom Zenit seiner Anerkennung ins gesellschaftliche Nichts.

00:17:24: Er denkt nicht es sei wie er sagt eine vorübergehende Strömung erglaubt dass das noch lange andauern und um die Welt gehen wird.

00:17:32: Wissen Sie?

00:17:34: Ich lebe nur noch aus Hass.

00:17:36: Jeden Tag wenn ich die Treppe dieses Hauses hinauf gehe das nach meinem Vater gehörte steigt der Hass in mir hoch.

00:17:43: Ich schaue nie mehr aus den Fenstern dieser Zimmer.

00:17:45: Ich will die neue Welt um mich herum nicht

00:17:47: sehen.".

00:17:49: Mit siebenundachtzig Jahren stirbt Max Liebermann am Abend des achten Februar in seinem Haus an Pariser Platz, verbittert und von den Nazis geächtet.

00:17:58: Es gibt zynische Stimmen, die sagen, Max Liebers Mann habe zwei Jahre zu lange gelebt – so musste er das Ende seines Ruhmes noch erleben.

00:18:06: Seine Frau Martha Lieberman wird nach seinem Tod sagen dass er rechtzeitig starb, um nicht das Schlimmste mit erleben zu müssen.

00:18:15: Martha Liebermann muss all das Unrecht miterleben, dass den Jüdinnen und Juden angetan wird.

00:18:20: In neunzehntsechsunddreißig muss sie das Haus am Pariser Platz verlassen weil die Nazis das Gebiet um den Reistag zur judenfreien Zone erklären.

00:18:28: Ihr gesamter Besitz wurde ab neunzent achtund dreißig nach und nach eingezogen.

00:18:32: erst alle Wertsachen und damit sie gezwungen, neunzentvierzig das Seegrundstück am Wannensee zu verkaufen.

00:18:38: Das Grundstück Mit samt ihrer Einrichtung gehen an die Deutsche Reichspost über, zu einem Preis der natürlich weit unter dem eigentlichen Wert liegt.

00:18:48: Den Erlös aus dem Verkauf wird Martha Liebermann aber auch nie bekommen – er liegt auf einem Sperrkonto!

00:18:53: Der Rest ihres Vermögens wird auch vom Staat eingezogen.

00:18:57: Sie ist gezwungen Kunstwerke aus dem Nachlass ihres Mannes zur Sportpreise zu verkaufen um Lebensmittel kaufen zu können.

00:19:04: In der Reichsprogrammnacht vom neunten auf den zehnten November, nineteenhundert achtunddreißig brennen in Berlin Synagogen jüdische Geschäfte und Wohnungen.

00:19:13: Hunderte Berliner Jüdinnen und Juden werden misshandelt.

00:19:16: sie werden ermordet und verschleppt.

00:19:19: Liebermanns Tochter Kete und ihre Familie wandern noch im selben Jahr aus.

00:19:23: Martha Lieber Mann beschließt zu bleiben.

00:19:25: Sie will nicht das Grab ihres Mannes Und auch nichts seinen Nachlass zurücklassen.

00:19:29: Familie und Freunde versuchen sie weiter hinzu überzeugen.

00:19:32: Am ersten September, die deutsche Wehrmacht in Polen fällt ein.

00:19:38: Es ist der Beginn des Zweiten Weltkriegs.

00:19:41: Für jüdische Menschen in Deutschland verschärft sich die Situation radikal – den Nazis schikanieren die jüdischen Bevölkerung mit Ausgangssperren und Wohnraumbeschränkungen.

00:19:51: Ab September, müssen alle Jüdinnen und Juden den gelben Stern tragen.

00:19:57: Martha Liebermann schreibt an eine Freundin dass mein Mann diese Zeit nicht erlebt und das meine Tochter mit Mann und Kind dies Land verlassen konnten.

00:20:09: Im Oktober nineteenundvierzig verhängt die Nazis ein endgültiges Auswanderungsverbot, bis dahin hat es etwa die Hälfte der in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden geschafft zu fliehen.

00:20:21: Martha Liebermann versucht doch noch einen Weg zu finden auszureisen.

00:20:25: auf Bitten ihrer Tochter Käter und ihres Mannes versuchen Freunde der Familie unter Hochdruck ein Visum für die Schweiz zu bekommen.

00:20:32: Mitte Dezember, nineteenhundertvierzig schreit Martha Liebermann voller Freude.

00:20:36: Sie könne das Visum abholen.

00:20:38: sie sagt tausend Dank.

00:20:39: ich hoffe nun zuversichtlich dass die hiesigen Ausreisemöglichkeiten sich möglichst rasch vollziehen werden und dich Anfang Sommer vielleicht schon früher in Zangalen eintreffen kann.

00:20:50: Sie können sich wohl denken wie diese Aussicht mich erhebt.

00:20:53: Wenige Wochen später, am thirzehnten Januar nineteenundzwanzig werden erstmals knapp eintausend Jüdinnen und Juden in Fivergors mit unbekanntem Ziel in Richtung Osten transportiert.

00:21:06: Es ist ein sehr kalter Sonntag – erst nach zehn Verhandlungen erhält die jüdische Gemeinde die Erlaubnis, die in Berlin-Grunewald stehen in Waggors zum Schutz vor der beißenden Kälte mit Decken, Matratzen, Eimern und Lampen auszustatten.

00:21:19: Trotzdem sterben unzählige Menschen schon während des Transports!

00:21:24: Eine Woche später, am zwanzigsten Januar nineteenundzwaldvierzig, kommt die Nazis zu der Besprechung zusammen, die als Wannsee-Konferenz in die Geschichte eingehen wird.

00:21:33: Es ist jetzt zweiunddreißig Jahre her, dass der große Maler Max Liebermann hier am Wannseee seine Wille erbaute – Jetzt, nineteenunzehnundzwölfzig hofft Martha Lieberman ihre Heimat doch noch verlassen zu können!

00:21:48: Aber sie ist längst zu einer Geisel des Reichs geworden….

00:21:51: Martha Liebermann gilt immer noch als relativ reiche Person, was sie zum idealen Opfer für die Nazis macht.

00:21:58: Sie wollen in Krieg finanzieren.

00:22:00: Juden und Jüdinnen, die das Land verlassen sind eine wichtige Einnahmequelle.

00:22:05: Denn wer das Land verlassen will muss zahlen!

00:22:08: Die Nazis wollen diviesen mit Marta Liebermans Flucht erpressen.

00:22:13: Freund im Ausland bemühen sich, die von den deutschen Behörden mehrmals erhöhte sogenannte Reichsflüchtsteuer aufzubringen.

00:22:20: Evelyn Wöldicke hat zum Schicksal von Martha Liebermann geforscht.

00:22:24: Das Perfide daran war, dass die Nationalsozialisten ihre Forderungen in die Höhe geschraubt haben.

00:22:31: Sie haben die Forderung auch an immer mehr Bedingungen geknüpft.

00:22:37: Im Endeffekt muss man das wie ein Lösegeld eigentlich einstufen.

00:22:40: Es ging dann nicht so ... Marta passiert die Grenze und die National-Sozialisten bekommen das Geld.

00:22:46: Sondern es sollte im Vorkasse getreten werden.

00:22:49: Es wurde über Beträge verhandelt, es war richtig Menschengeschacher und zwar entwürdigendes Menschengeschacher.

00:22:56: Immer neue Forderungen verzögern ihre Ausreise.

00:22:59: nach einem Schlaganfall Ende twohundvierzig ist sie zu schwach das Bett zu verlassen.

00:23:05: am vierten März neunzeitdrahnvierzch schreibt ihren letzten Brief an einen ihrer engsten Freunde in Berlin an Erich Ahlenfeld.

00:23:13: Sie schreibt ich bin ganz durcheinander.

00:23:16: die Bank hat nicht mal die kleinste Summe gezahlt.

00:23:19: Ohne einen freundlichen Besuch wäre ich ohne Geld.

00:23:22: Dazu macht man mir von allen Seiten Angst wegen

00:23:24: Abtransport.".

00:23:25: Ich erwarte sie sehnlich, bitte, bitte!

00:23:28: Ob Martha Liebermann wusste als er diesen Brief schreibt das auch ihr der Abtransports bevorsteht?

00:23:33: Eveline Wöldeke.

00:23:34: Man kann in dieser Situation davon ausgehen dass ihr die Gefahr bewusst war in der Sie war.

00:23:41: Berlin galt zu dem Zeitpunkt als fast judenfrei.

00:23:45: es gab Abtransporte.

00:23:49: Das war natürlich unter der jüdischen Bevölkerung auch bekannt.

00:23:53: Sie selbst schreibt, man habe ihr Angst gemacht von allen Seiten vor dem Abtransport.

00:23:58: Anfang März, in der Skette und Durchgangslager Thereseen-Stadt bereit zu halten.

00:24:07: Am fünften März berichtet Erich Ahlenfeld seiner Frau morgens früh gegen acht Uhr.

00:24:13: Er schien ein Kriminalbeamter, um sie im Rahmen der großen Verfolgungsaktion abzuholen.

00:24:19: Er war menschlich!

00:24:21: Er ließ jetzt Zeit sich anzukleiden und kam erst zwei Stunden später wieder ins Haus – Zitat was sie längst vorbereitet hatte.

00:24:29: Sie nahmen wie so viele Opfer der Nazis die tödlichen Tabletten.

00:24:34: Fünf Tage später stirbt Martha Liebermann nach einer Überdosis Schlafmittel in dem jüdischen Krankenhaus.

00:24:40: Nachmaters Tod ziehen die Nationalsozialisten ihren gesamten Nachlass ein.

00:24:45: Ein Teil der Gemäldesammlung Liebermanns gilt bis heute als verscheuen, wie viele seiner eigenen Werke auch.

00:24:52: Es ist das gehobene Bildungsbürgertum, dass stark vom Judentum geprägt ist, was Liebemanns Bilder damals kauft – ungefähr seventy-fünf Prozent der Liebermannsammlerinnen und Sammler sind jüdischer Herkunft.

00:25:03: Diese Folge haben wir ja in München angefangen im Winter zwölf.

00:25:08: Im sogenannten Schwabinger Kunstfund taucht ein langer verscheulendes Bild Liebermanns wieder auf.

00:25:13: Zwei Reiter am Strand.

00:25:14: nach links heißt es, es ähnelt den bekannten Gemälde von Lieberman mit dem gleichen Motiv aus dem Jahr zehnt.

00:25:21: Es zeigt zwei Reiter die einen Sandstrand entlang des Meeres reiten.

00:25:25: Es ist eines der Kunstwerke unter den mehreren Hunderten die in der Wohnung eines Mannes namens Cornelius Gurlitt im München aufgefunden werden.

00:25:34: Gullitz Vater hatte als Kunsthändler viele Geschäfte mit und im Auftrag der NS-Regierung gemacht.

00:25:40: Und so ist auch der Liebermann in seinen Besitz gekommen.

00:25:43: Das Bild hat er eigentlich einem jüdischen Sammler gehört, der aus dem Jahr verursacht wurde.

00:25:49: Zwei Reiter am Strand nach links hat Lieberman ganz eins gemalt – zu einer Zeit an der Liebermannens Selbstverständnis deutscher Staatsbürger, Künstler und Jude zu sein noch nicht gebrochen war!

00:25:59: Es erscheint wie ein Marnbild, gerade mal achtzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden auch in Deutschland die Stimmen von rechts wieder lauter.

00:26:07: In ganz Europa gewinnen Korpulisten wieder an Boden.

00:26:11: Jens Biski hat gerade das Buch Die Entscheidung Deutschland, neunzehnundzwanzig bis neunzentvierunddreißig geschrieben und ich habe mich gefragt sieht er parallelen zwischen damals und heute?

00:26:22: Also was wir beziehen können aus dieser Geschichte ist in erster Linie die Aufforderung genau hinzuschauen und nicht zu glauben, da gäbe es unwichtige Nebensächlichkeiten oder irgendein Problem würde sich von selbst erledigen.

00:26:39: Was man heute beobachten kann ist ja das Programmleben in dieser Gesellschaft, die viele Liberalisierungsschübe hinter sich hat zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft, unterschiedlicher politischer Ansichten, unterschiedlichste Lebensstiele im Alltag ganz gut funktioniert und ich lasse mir das von einzelnen Fällen, in denen es nicht funktioniert.

00:27:06: In denen es da auch gewalttätige Konflikte gibt diese Grundeindruck nicht kaputt

00:27:13: machen.

00:27:14: Andererseits muss man dann beim Zurückblicken aber auch sagen ja, Deutscher, Kaisertreue Juden hätten Anfang des sanzisten Jahrhunderts auch gesagt Ja Juden müssten sich eher Sorgen in Russland und in Frankreich machen, weil doch der Antisemitismus so stark sei, während es im Kaiserreich seien das ein paar Figuren am Rande.

00:27:38: Die haben sich da getäuscht.

00:27:39: deswegen würde ich immer sagen was man aus der Geschichte lernen kann ist am Ende immer nur genau

00:27:44: hinschauen.

00:27:46: Gerade einmal dreizehn Jahre haben die Nazis Nachgründung der NSDAP in neunzehntzwanzig gebraucht um eine Massenbewegung zu werden und in Deutschland die Macht übernehmen.

00:27:56: Antisemitismus war wesentlicher Bestandteil ihrer Propaganda.

00:28:00: Und das Erschreckende ist, Max Liebermann einer der wichtigsten Künstler seiner Zeit wird aus dem Amt gejagt weil er Jude ist und nur wenige protestieren.

00:28:11: Zu seiner Beerdigung kommen gerade mal hundert Leute.

00:28:14: Karl Schäffler, der als Freund Liebermans an der Beerdigung Teilen nimmt schreibt Wäre Liebermann einige Jahre früher gestorben, so hätte es am Pariser Platz im Hause der Akademie eine Leichenfeier größten Stils gegeben.

00:28:28: Jetzt waren weder Künstler, deren Vertreter er fast fünfzig jahrelang gewesen war noch die akademischen Kooperationen anwesend.

00:28:36: Keiner von den Würdenträgern, die in seiner Wohnung als Gäste ein- und ausgegangen waren erwiesen ihm die letzte Ehre.

00:28:42: kein Abgeordneter der Stadt Berlin, deren Ehrenbürger er war.

00:28:46: Kein offizieller Sprach ein Wortes Dankes und des

00:28:49: Abschieds.".

00:28:50: Ob die Abwesen in Angst vor Repressalien haben oder einfach profilaktisch mit den neuen Machthabern auf Linie gehen – das weiß natürlich heute niemand!

00:29:00: In den Tagen nach der Beerdigung kommen viele Berlinerinnen und Berliner an das Grab Liebermanns Sie nehmen Abschied von einem großen Berliner über den Derabiner Warschauer sagt Wir wissen seinesgleichen wird im Reiche der Kunst, mit dem deutschen Lande und dem Judentum die in seiner Welt sich zusammenfanden den beiden er bewusst angehörte sobald nicht wieder entstehen.

00:29:24: Und das Wichtigste ist Max Liebermann ist bis heute nicht vergessen.

00:29:31: Das haben die Nationalsozialisten nämlich nicht geschafft.

00:29:35: Es war die vierte und letzte Folge von Der Fall Liebermann.

00:29:38: Alle Episoden hört ihr überall, wo es Podcast gibt bei Spotify und YouTube.

00:29:42: Und natürlich auch als Videopodcast.

00:29:44: Wenn euch die Folge gefallen hat dann gebt uns bitte fünf Sterne und erzählt auch anderen davon.

00:29:49: Vielen Dank!

00:29:50: Diesen Podcast hat Marie Thiemann geschrieben.

00:29:52: Wir danken dem Team der Liebermann-Wille am Wannsee für die großartige Unterstützung und alle Credits findet ihr in den Show Notes.

00:29:59: Der Fall Lieberman ist eine Produktion von NB Studios im Auftrag des Museums Barberini.

00:30:04: Mehr Podcasts von Museum Barberini findet ihr auf museum-barberini.de.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.